Allgemeines


Reptilien sind echte Landwirbeltiere. Die Eiablage erfolgt ausschließlich an Land. Auch sekundär wasserbewohnende Arten suchen das Land zur Eiablage auf. Ihre Haut trägt im Gegensatz zu den Amphibien ein Schuppenkleid, Hornplatten oder Panzer. Die Haut ist drüsenarm und wird durch Häutung regelmäßig erneuert. Reptilien besitzen primär 2 paarige Extremitäten mit 5 Zehen bzw. Finger, die bei einigen Arten z.T. vollständig zurückgebildet wurden (z.B. Blindschleiche) bzw. sind extremitätenlos (Schlangen). Das Herz besteht aus zwei Vorkammern und einer unvollständig geteilten Kammer. Reptilien sind lungenatmend.

Reptilien sind wechselwarme Tiere; ihre Körpertemperatur ist in hohem Maße von der Umgebungstemperatur abhängig. Als "Kinder der Sonne" bevorzugen sie warme, besonnte Lebensräume. Kälte und knappe Nahrung zwingen sie zur Winterruhe. Zum Überwintern werden passende Verstecke auf wie den Wurzelbereich von Bäumen, Erdlöcher, Felsspalten, Hohlräume unter Steinplatten, unter totem Holz oder in Kleinsäugerbauten. Bei den Reptilien haben sich ausgesprochene Nahrungsspezialisten herausgebildet, so dass neben Würmern, Schnecken, Insekten und anderen Gliedertieren auch Kleinsäuger, Vögel, andere Reptilien, Fische sowie pflanzliche Nahrung gefressen wird. Die Befruchtung erfolgt ausschließlich als innere Befruchtung. Die meisten Arten sind eierlegend einige Arten aber auch lebendgebärend.

Die weitgehende Zerstörung und Verkleinerung ihrer Lebensräume, die Intensivierung der Landwirtschaft mit verstärktem Biozideinsatz sowie das Auflassen ehemals extensiv genutzter Biotope wie z.B. Trockenrasen und Heiden haben dazu geführt, dass die Bestände stark zurückgegangen sind. Seit 1980 sind daher alle Reptilienarten in der Bundesartenschutzverordnung enthalten und damit unter besonderen Schutz gestellt.

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